Kreiser: „Echte Gleichberechtigung auch in Krisenzeiten“

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Bündnis 8. März“ plant am Samstag Aktionen in Wolfenbütteler Innenstadt

Pressemeldung 01.09.20

Am kommenden Samstag wird das „Bündnis 8. März Wolfenbüttel“ mit diversen Ständen und Diskussionsangeboten in der Wolfenbütteler Innenstadt präsent sein. Das Frauenbündnis möchte in diesem Rahmen mit Wolfenbüttelerinnen über ihre Erfahrungen während der Corona-Zeit ins Gespräch kommen und den Fragen nachgehen, inwieweit die Krise bestehende Geschlechterungerechtigkeiten verschärft, tradierte Rollenbilder verstärkt zum Vorschein bringt und Frauen in eine ökonomische und soziale Mehrbelastung zwingt.

Die Landtagsabgeordnete Dunja Kreiser wird am Samstag ab 12 Uhr am Stand „unter den Krambuden“ für das Bündnis anwesend sein. „Die Last der Krise tragen vor allem wir Frauen. Durch Homeschooling, Homeoffice und Einschränkungen im öffentlichen Leben wurden in den letzten Monaten die Reproduktionslasten für die meisten Frauen nochmals deutlich erhöht. Denn in der Regel sind wir es, die in Krisenzeiten die Betreuung der Kinder, den Familienbetrieb und den Haushalt organisieren – oftmals parallel zu unserem Job und unter erschwerten Arbeitsbedingungen“, schildert die Landespolitikerin.

Deshalb soll der 5. September den Frauen in Wolfenbüttel eine Stimme und eine Plattform geben über ihre Alltagserfahrungen in Krisenzeiten zu berichten, Missstände und Ungerechtigkeiten anzuprangern und sich zusammenzuschließen. „Die Frauen in Wolfenbüttel sollen nicht nur die Möglichkeit bekommen zu berichten und mentale Unterstützung zu erhalten. Das Ziel geht weit über Empowerment hinaus. Wir wollen uns vernetzen, gemeinsam eine öffentliche Debatte anstoßen und aktiv für Veränderung und echte Gleichberechtigung auch in Krisenzeiten kämpfen“, beschreibt Dunja Kreiser ihre Erwartungen an den kommenden Samstag. Kreiser weiter: „Die sogenannten Corona-Helden in Bereichen wie Pflege oder Einzelhandel waren in großer Mehrheit Frauen. Doch warme Worte und Applaus ersetzen keine guten Arbeitsbedingungen und gerechten Entlohnungen.“ Um solche Missstände zu thematisieren und Veränderungsmöglichkeiten zu diskutieren sei der kommende Samstag ein guter Auftakt.

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