Hochwasserschutz, Herrenhaus und bürgernahes Verwaltungshandeln

0
654

CDU-Samtgemeindebürgermeisterkandidat Marco Kelb sprach mit Landwirten

Pressemeldung CDU 20.02.20

„Welche Erwartungen haben landwirtschaftliche Familienbetriebe an die Samtgemeinde Sickte und ihren Bürgermeister?“ Zu dieser Frage hatte Marco Kelb, CDU-Kandidat für die Samtgemeindebürgermeisterwahl am 01.03.2020, zu Kaffee und Kuchen auf den Hof Sell in Veltheim/Ohe eingeladen. Rund 20 Landwirte aus der Samtgemeinde Sickte waren seiner Einladung gefolgt.

„In meinem Leben gab und gibt es zahlreiche Berührungspunkte zur Landwirtschaft und ich habe großen Respekt vor Ihrem Berufsstand und Ihrer Arbeit,“ betonte Kelb, dessen Großeltern in Hötzum Landwirtschaft betrieben hatten und der bis zu seinem 11. Lebensjahr mit seinen Eltern auf dem Nebenerwerbsbetrieb seines Onkels in Niedersickte lebte. Auch seine anderthalbjährige Tätigkeit im Veterinäramt des Landkreises Wolfenbüttel hatte natürlich einen starken Bezug zur Landwirtschaft.
In dem fast dreistündigen Gespräch kamen zahlreiche Themen auf den Tisch. Eine Verbesserung der Dienstleistungsmentalität der Samtgemeindeverwaltung war eines davon. Kelb betonte, dass er überzeugt davon sei, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Samtgemeindeverwaltung bestrebt seien, ihre Aufgaben dienstleistungsorientiert und bürgernah zu erbringen, was häufig auch gelinge. Jedoch seien die Organisations- und Kommunikationsstrukturen in der Samtgemeindeverwaltung stark verbesserungswürdig und es fehle an klaren Zielen und Prioritäten. Es sei daher eine stringentere Führung der Verwaltung gefragt. „Als Samtgemeindebürgermeister werde ich führen, Orientierung geben und Vorbild sein,“ betonte Marco Kelb, der seit neun Jahren Führungskraft beim Landkreisverwaltung ist.

Eine klare Absage erteilte Kelb zudem einem Anbau an das Herrenhaus. „Es wäre absurd und angesichts der Haushaltslage geradezu verantwortungslos, erhebliche Investitionen für einen denkmalschutzkonformen Anbau am Herrenhaus zu tätigen.“ Auch wenn das Herrenhaus kein idealer Verwaltungssitz ist, so Kelb, reiche der Platzbedarf zurzeit aus. Sollte sich das ändern, so müsse geprüft werden, ob an anderer Stelle Räume hinzugemietet werden.
Wichtig, so waren sich alle Teilnehmer einig, sei eine bessere Zusammenarbeit der fünf Mitgliedsgemeinden untereinander und mit der Samtgemeinde. Dies entspricht auch dem Politikansatz von Kelb: „Wenn die vier starken Säulen, d.h. Bürger, Verwaltung, Samtgemeinderat und Mitgliedsgemeinden vertrauensvoll und partnerschaftlich zusammenarbeiten, können wir die Stärke unserer Heimat aktivieren.“ Die Abstimmungen und Gespräche untereinander werde er daher intensivieren und zielgerichteter ausgestalten.
Ein weiteres Anliegen der Landwirte war der Hochwasserschutz. Für Hötzum und Niedersickte befinden sich Hochwasserschutzmaßnahmen bereits im Planungsverfahren bzw. sind teilweise schon beschlossen und stehen vor der Umsetzung. Doch auch in Dettum, Volzum, Klein Veltheim, Erkerode und Evessen führen Starkregenereignisse immer wieder zu Überschwemmungen oder zu Überschwemmungsrisiken. Angesichts der Zunahme der Extremwetterereignisse müsse sich die Samtgemeinde Sickte und ihre Mitgliedsgemeinden mit höherer Priorität dem Thema Hochwasserschutz widmen. Im Rahmen der Hochwasserschutzpartnerschaft des Wasserverbandes Weddel-Lehre werden zurzeit Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Flußgebiet Wabe, zu dem z.B. auch die Ohe und der Losebach gehören, erarbeitet. Hierbei werden auch Überschwemmungsrisiken fern von Bächen, z.B. in Wohngebieten an Hanglagen, betrachtet. Hachumerbach und Altenau in Dettum werden von der vorgenannten Partnerschaft jedoch nicht abgedeckt. Kelb versicherte, dass er sich gemeinsam mit Dettums Bürgermeister Gramatte der Thematik annehmen werde. „Ich werde Dettum mit seinem Hochwasserproblem nicht allein lassen. Unter Einbindung der Ober- und Unterlieger, des Unterhaltungsverbandes Oker, der Eigentümer etwaiger Entlastungsflächen und des Wasserverbandes Peine, die bereits erste Überlegungen angestellt haben, will ich Maßnahmen ausloten und anstoßen.“

An dem Gespräch nahm auch Landtagsabgeordneter Frank Oesterhelweg teil. Er berichtete unter anderem über die erfolgreiche Arbeitsweise der Flußgebietspartnerschaft Nördliches Harzvorland, die auch ein Vorbild für die Samtgemeinde Sickte sein könnte. Auch sprach er sich für verlässliche politische Entscheidungen zugunsten der wirtschaftlichen Stabilität und Planbarkeit bei Photovoltaikanlagen sowie Biogasanlagen aus.

Abschließend bedankte sich Marco Kelb bei Familie Sell für die Gastfreundschaft, bei Frank Oesterhelweg für seine Teilnahme und allen weiteren Teilnehmer für das konstruktive Gespräch. Er versicherte, auch künftig jederzeit für die Belange der Landwirtschaft ein offenes Ohr zu haben.

Foto: CDU-Kandidat für die Wahl zum Bürgermeister der Samtgemeinde Sickte Marco Kelb (Mitte), umrahmt von den Gastgebern Christian Sell (links von Kelb) und Eberhard Sell (rechts von Kelb), gemeinsam mit dem CDU-Landtagsabgeordneten Frank Oesterhelweg (links von C.Sell) im Gespräch mit Landwirten aus der Samtgemeinde Sickte.

Werbung

Werbung