Das DRK sucht junge Menschen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ)

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DRK-Pressemitteilung

Wolfenbüttel. Wieder neigt sich ein Schuljahr dem Ende entgegen. Wer sich noch nicht sicher ist, wie es weitergeht, kann sich an den Kreisverband des DRK in Wolfenbüttel wenden: Im August beginnt das neue Freiwillige Soziale Jahr. Auch der Bundesfreiwilligendienst startet wieder, und das DRK hat gleich mehrere Angebote dazu – und manchmal ist sogar die perfekte Vorbereitung auf Studium oder Beruf dabei.

Im Sommer 2020 hat Larissa Ueckerseifer als eine der FSJler beim Rettungsdienst des DRK Wolfenbüttel angefangen. Eine ihrer Hauptaufgaben: Das Fahren der Rettungs- und Krankenwagen. Zum Rettungsdienst kam sie durch einen Freund, der bereits ein Freiwilliges Jahr beim DRK absolvierte. „Da ich schon lange an Medizin interessiert bin, passt es perfekt“, berichtet sie. Durch den Freiwilligen Dienst erhält sie Einblicke in die vielfältigen Aufgaben des Rettungsdienstes und das Deutsche Rote Kreuz als Hilfsorganisation. Der Einsatz auf den Fahrzeugen ist für sie besonders reizvoll und abwechslungsreich – jeden Tag begegnet sie anderen Menschen, muss in unterschiedlichen Situationen helfen. „Wir wissen morgens nicht, was einen auf der Arbeit erwartet. Das hat man in kaum einem anderen Job. Daher kann ich jedem, der Interesse an Medizin und Arbeiten mit Menschen hat, ein FSJ empfehlen.“Ihr Kollege Kai Hansen startete in das Freiwillige Jahr, um die Zeit bis zur nächsten Bewerbungsrunde der Bundespolizei zu überbrücken. Mittlerweile hat sich sein Wunsch für die berufliche Zukunft verändert: Der Rettungsdienst ist sein Traumjob. „Es gibt nicht nur schöne Einsätze. Es kann Tage geben, an denen die Einsätze hart und Personen eventuell schwer oder tödlich verletzt sind. Das sollte einem vorher bewusst sein“, rät er Interessierten.

Mit dem Erlebten sind die Freiwilligen nicht allein. Bei Problemen können sie sich an die erfahrenen Rettungs- und Notfallsanitäter wenden. Psychologisch geschultes Personal unterstützt die Mitarbeitenden im Rettungsdienst. Zu den Aufgaben der Freiwilligen im Rettungsdienst gehören Routinen wie Fahrzeugschecks, und das Kontrollieren von Material und Medikamenten. Dafür erhalten sie ein monatliches Taschengeld, die FSJ-Vergütung, und nehmen im Lauf des Jahres an vier mehrtägigen Seminaren teil.

“Im Rettungsdienst haben wir fünf FSJ-Stellen, die im Sommer allesamt neu besetzt werden”, erklärt Wilhelm Borchert, der stellvertretende Leiter des Rettungsdienstes. Hauptaufgabe der FSJler sei das Fahren von Krankenwagen. “Aber wenn das Interesse groß ist, besteht auch für den ein oder anderen die Möglichkeit, einen Abschluss zum Rettungssanitäter zu machen”, erklärt Borchert. “Und wenn der bestanden ist, kann auch ein Einsatz auf dem Rettungswagen erfolgen.”

Bei den Tafeln in Schladen und im Eberts Hof der DRK-inkluzivo Wolfenbüttel gGmbH packt Medhat Omar als Helfer im Bundesfreiwilligendienst (BfD) an. Seit Oktober vergangenen Jahres unterstützt er die hauptsächlich durch Ehrenamtliche organisierten Einrichtungen: „Wegen der Pandemie sind viele ältere Menschen nicht mehr aktiv vor Ort. Daher werden junge Leute gebraucht. So bin ich zur Tafel gekommen“, berichtet Medhat Omar.

Er ist viel unterwegs, um Lebensmittelspenden von Supermärkten abzuholen. Freitags arbeitet er in der Tafel Schladen und gibt die Lebensmittelpakete aus. „Ich kann mir auf jeden Fall vorstellen, dass ich in Zukunft weiter beim DRK arbeite. Es macht mir einfach sehr viel Spaß.“ Vom Bundesfreiwilligendienst ist er begeistert und empfiehlt es gerne weiter: Die neuen Eindrücke und Erfahrungen bereichern sein Leben. Außerdem steht der Dienst für Menschen mit Fluchterfahrungen offen und gibt ihnen die Chance, sich sozial zu engagieren.

Wie das FSJ, so unterstützt auch der Freiwilligendienst die berufliche Orientierung. Für beide müssen die Freiwilligen zum Beginn des Dienstes 18 Jahre alt sein. Schulabgänger, die über eine Ausbildung oder Studium im medizinischen Bereich nachdenken, profitieren von den Praxiserfahrungen und dem Kontakt mit Patienten im Rettungsdienst. Daneben bietet das DRK in Wolfenbüttel Einsatzstellen in seinen sozialen Einrichtungen. Im Familienentlastenden Dienst (FED) und dem ITZ, dem Integrations- und Therapiezentrum am Exer, bieten sie eine individuelle Betreuung und Unterstützung von Menschen mit Behinderungen und ihrer Angehörigen. Informationen finden Interessierte auf www.drk-kv-wf.de oder sie wenden sich per Mail an info@drk-kv-wf.de. Bewerbungen für FSJ und BfD müssen einen Lebenslauf, Zeugnisse und ein kurzes  Motivationsschreiben enthalten.

BU 3003: Medhat Omar ist bei der DRK-Tafel im Rahmen des Bundesfreiwilligen-Dienstes aktiv. Foto: DRK

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