Ärztliche Fortbildungsveranstaltung der „Bauchmediziner“ des Klinikums stieß auf großes Interesse

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Wolfenbüttel. Nach coronabedingter, einjähriger Pause fand in dieser Woche wieder das traditionelle viszeralmedizinische Symposium im Konferenzzentrum des Städtischen Klinikums statt. Unter dem Titel „Wohin geht die Reise?“ folgten über 50 Ärzte vor Ort und online den Vorträgen des Abends und nutzten die Möglichkeit, wieder persönlich ins Gespräch zu kommen.

„Die Frage, wohin die Reise geht, stellt sich derzeit nicht nur im Allgemeinen, sondern auch im Speziellen“, erklärten Prof. Kinan Rifai, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie und Dr. Mark Jäger, Chefarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie am Städtischen Klinikum Wolfenbüttel und Organisatoren des Abends. Daher habe man für das Symposium drei wichtige Themen ausgewählt.

Den Auftakt machte PD Dr. Münevver Demir, Oberärztin an der Berliner Charité, zum Thema „Das Mikrobiom: Hype oder Hoffnung“. Als national anerkannte Expertin auf diesem Gebiet blickte sie unter anderem auf den Einfluss der Darmbakterien (sog. Mikrobiom) auf die Entstehung und den Progress der Fettlebererkrankung.

Anschließend stellte Dr. Karsten Täubert, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Minimal-Invasive Chirurgie am Städtischen Klinikum, das breite Spektrum des jüngst zertifizierten Zentrums für Minimal-Invasive Chirurgie vor. Als erste Klinik in der Region erhielt das Wolfenbütteler Haus von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) das Zertifikat für hohe Qualität dieser Operationstechnik, im Volksmund auch als „Schlüsselloch-Chirurgie“ bezeichnet. Daran anknüpfend ging Abdulwahab Hassan, leitender Oberarzt der Klinik für Innere Medizin – Gastroenterologie am Städtischen Klinikum, auf die Möglichkeiten der interventionellen und ebenfalls minimal-invasiven Endoskopie in Wolfenbüttel ein. Dort werden inzwischen zum Beispiel Spiegelungen des Brustkorbs mit 5 Millimeter dünnen Geräten durchgeführt (sog. internistische Thorakoskopie).

Den Abschluss des Programms bildeten zwei Vorträge zur Problematik der stetig steigenden Zahl des schwer behandelbaren Bauchspeicheldrüsenkrebs. Gemeinsam blickten Prof. Kinan Rifai und Dr. Mark Jäger auf die Bereiche der Früherkennung, Frühdiagnostik und Therapie des Pankreaskarzinoms und zeigten, wie diese Bereiche am Klinikum Wolfenbüttel seit Jahren umgesetzt werden, um die Prognose dieser Erkrankung zu verbessern. Insgesamt ein rundum gelungener Fortbildungsabend der „Bauchmediziner“ des Klinikums Wolfenbüttel.

Titelfoto:

Die Referenten des Abends (v.l.n.r.): Dr. Karsten Täubert, Prof. Dr. Kinan Rifai, Dr. Mark Jäger und Abdulwahab Hassan (nicht im Bild, da online zugeschaltet, PD Dr. Münevver Demir). Foto: Städtisches Klinikum Wolfenbüttel

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